Arbeiten 4.0 – Digitalisierung der Arbeitswelt

Der gesamtgesellschaftliche Prozess der Digitalisierung erfasst zunehmend die Arbeitswelt und bewirkt nachhaltige Veränderungen. Ist Ihr Unternehmen für die Zukunft des Arbeitens gewappnet?

Digitalisierung der Arbeitswelt – was steckt dahinter?

Die Digitalisierung beschreibt einen globalen Übergang der Gesellschaft und Wirtschaft von analog zu digital. Durch sie ausgelöste Veränderungen werden als digitaler Wandel beschrieben. Hierbei liegt der Fokus auf der Verwendung digitaler Technologien und Konzepte, die auch die Art und Weise wie Arbeit verrichtet wird, grundlegend verändern. Zwei Begriffe tauchen beim Thema digitale Arbeitswelt immer wieder auf: „Arbeit 4.0“ und „New Work“.

Arbeit 4.0

Der Begriff beschreibt im weitesten Sinne die Veränderungen der Arbeitswelt im digitalen Zeitalter. Er entstand im Rahmen der seit den 90er-Jahren andauernden vierten Industriellen Revolution. Speziell die einhergehende Entwicklung neuer Technologien im Bereich Personal Computing wirkte sich seitdem auf Prozesse der Arbeit aus. Beispielsweise wurden analoge Methoden der betrieblichen Dokumentation nach und nach durch digitale ersetzt. Das Bundesamt für Arbeit und Soziales (BMAS) fasst die Erkenntnisse wie folgt zusammen:

„Der Begriff Arbeit 4.0 knüpft an die aktuelle Diskussion über die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0) an, rückt aber die Arbeitsformen und Arbeitsverhältnisse ins Zentrum – nicht nur im industriellen Sektor, sondern in der gesamten Arbeitswelt.“

New Work

Der Begriff New Work (Deutsch „Neue Arbeit“) bezieht sich hauptsächlich auf die Art und Weise der Nutzung der digitalen Technologien, jedoch weniger auf deren Einfluss. Er wurde bereits in den 70er-Jahren von dem Sozialphilosophen Frithjof Bergmann geprägt. Das veränderte Verständnis von Arbeit, getrieben von Digitalisierung und Globalisierung, steht im Mittelpunkt. Kernwerte neuer Formen der Arbeit sind mehr persönliche Freiheit und selbstständige Zeiteinteilung der Beschäftigten. Weiterhin resultiert ein höheres Maß an Teilhabe in einer Working-Community aus der erhöhten Vernetzung innerhalb eines Unternehmens.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt zeigt sich hauptsächlich in der Verwendung digitaler Technologien, für die Verrichtung der Arbeit (Arbeit 4.0). Darauf baut die Entwicklung neuer Modelle und Methoden, wie diese Technologien genutzt werden (New Work), auf.

Der Arbeitsplatz 4.0 – so verändert sich das Arbeitsumfeld

Bereits seit vielen Jahren verbringen Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich den Großteil ihrer Arbeitszeit digital, d.h. mit der Nutzung von Computern, Smartphones und entsprechender Software auf diesen Geräten. Die ständige, zeit- und ortsunabhängige Vernetzung mit Kollegen ermöglicht die Zusammenarbeit trotz räumlicher Distanz. Damit wächst die Bedeutung von Mobilem Arbeiten und Homeoffice. Produktive Arbeit wird heutzutage nicht mehr nur vor Ort in einem Unternehmen geleistet. Die so oft räumlich verteilten Mitarbeiter ermöglichen und bedingen zugleich neue Arten der Arbeitsorganisation. Agile Projektteams und flache, interne Hierarchien, die den einzelnen Beteiligten mehr Selbstständigkeit zugestehen, werden den neuen Anforderungen gerecht. Autoritäre Führungsstile verlieren immer mehr an Bedeutung. Stattdessen steigert freie Zeiteinteilung, die Mitarbeitern durch digitale Arbeitsgrundlagen zur Verfügung steht, Kreativität und Motivation.

Eine digitalisierte Arbeitswelt zeigt sich heutzutage jedoch nicht nur im Büro. Auch im Bereich vermeintlich analoger Tätigkeiten wie dem Dienstleistungsgewerbe oder der Medizin halten digitale Technologien Einzug. Augmented-Reality-Brillen für Servicetechniker oder medizinische Roboter im OP-Saal sind teilweise bereits die neue Wirklichkeit. Selbst in der Produktion und Fertigung von Waren oder Maschinen ist die Digitalisierung auf dem Vormarsch. Zum Beispiel sorgt die Automatisierung ganzer Prozessketten dafür, dass Mitarbeiter mehr und mehr eine reine Kontrollfunktion übernehmen. Immer seltener müssen Beschäftigte selbst körperlich schwere Tätigkeiten verrichten.

Digitalisierung im Unternehmen: Augmented Reality
© Shutterstock / Gorodenkoff

Herausforderungen der digitalisierten Arbeitswelt für Unternehmen

Um langfristig in Zeiten des digitalen Wandels konkurrenzfähig und attraktiv für Arbeitnehmer am Markt zu bleiben, sind Anpassungsfähigkeit und Offenheit gefragt. Das Meistern der folgenden Herausforderungen ist die Grundlage für zukünftigen Geschäftserfolg:

  • Auf- und Ausbau einer zeitgemäßen IT-Infrastruktur
  • flexible Arbeitsplatzkonzepte als Grundlage einer ansprechenden Arbeitsatmosphäre
  • Abbau von Hierarchien und Förderung agiler Arbeitsmethoden (z.B. SCRUM und KANBAN)
  • flexible Arbeitszeitmodelle zugunsten einer ausgewogenen Work-Life-Balance
  • regelmäßige Schulung und Qualifikation von Beschäftigten zur Stärkung digitaler Kompetenzen
  • Mangel an Fachpersonal durch umfangreiche Recruiting-Prozesse und Outsourcing ausgleichen (bspw. Einbeziehen von Freelancern)

Ist Ihr Unternehmen bereit für die Arbeitswelt 4.0?

Arbeit ist im digitalen Wandel. Doch die Geschwindigkeit, mit der Unternehmen das Thema Digitalisierung, die damit einhergehende digitale Transformation der Arbeitswelt und deren Auswirkungen anpacken, ist unterschiedlich. Es steht jedoch außer Frage, dass die Entwicklung nur in eine Richtung geht. Die Zukunft wird zeigen, wie es Betriebe jetzt schaffen, sich auf die neuen Möglichkeiten und Veränderungen einzustellen. Scopevisio steht Ihnen auf diesem Weg mit Expertise und innovativen Lösungen für die Digitalisierung und Automatisierierung kaufmännischer Prozesse zur Seite. Sprechen Sie uns jetzt kostenlos und unverbindlich an. Gemeinsam für die Digitalisierung auch Ihrer Arbeitswelt.

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