Digitalisierung im Handwerk
Digitalisierung

13. Februar 2020 1507 Aufrufe

Digitalisierung im Handwerk

Wer hätte das gedacht? Das Handwerk liegt im Branchenvergleich vorne, wenn es um das Thema Digitalisierung geht. Anders als vermutet, nutzt das Handwerk digitale Tools schon heute intensiv – insbesondere zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen und zur Erschließung neuer Kundenkreise. Das Interesse an der Digitalisierung ist groß – allerdings bremsen fehlende personelle und zeitliche Kapazitäten den Handwerker oftmals aus.

 

Handwerk 4.0

„Ohne digitale Technik wird in Zukunft kein Gewerk mehr auskommen“, sagt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Er rät deshalb den Handwerksbetrieben, ihre Stärken wie etwa ihren Qualitätsanspruch und ihre Kundenorientierung mit „digitaler Modernität“ zu verbinden. Der Kunde ist im Zeitalter von Internet und Smartphone noch bequemer, noch ungeduldiger und noch anspruchsvoller als zuvor. Darauf muss sich das Handwerk einstellen. Digitale Tools können dabei helfen. Einige Beispiele:

  • Schon lange kommt im Maler- und Lackiererhandwerk das digitale Aufmaß mittels Lasergerät oder das Fotoaufmaß zum Einsatz, um Wandflächen zu berechnen.
  • Kunden konfigurieren Möbel individuell und online, bevor sie der Tischler handwerklich anfertigt.
  • In der Orthopädietechnik werden auf der Basis von 3D-Scans Orthesen modelliert und mittels digitaler Verfahren hergestellt.

Laut einer aktuellen Studie von techconsult im Auftrag der Deutschen Telekom haben 43 Prozent der Handwerksbetriebe Digitalisierungsmaßnahmen ergriffen, weitere 38 Prozent kurbeln die Umsetzung einzelner digitaler Projekte gerade an. Möglicher Ansatzpunkt für alle Gewerke ist hier die Prozessoptimierung, da sie fachübergreifend relevant ist.

 

Handwerk digital

Auch Oliver Krämer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg beobachtet eine große Offenheit gegenüber digitalen Technologien: „Die Handwerksbetriebe sind dabei, die betrieblichen Abläufe zu digitalisieren – das geht von der Planung bis zur tatsächlichen Umsetzung. Auch die Kommunikation mit Zulieferern und Kunden läuft zunehmend auf digitalem Wege.“ Wir haben Oliver Krämer auf dem Cloud-Unternehmertag zu diesem Thema interviewt:

 

Hemmisse für die Digitalisierung

Die Handwerkerschaft als Speerspitze der Digitalisierung? Verallgemeinern kann man das sicher nicht, hapert es doch gerade in klassischen Betrieben und einzelnen Gewerken daran, die Chancen der Digitalisierung auch wirklich zu ergreifen. So stellt der Handwerksberater Martin Herber fest: „Der Handwerker wird mit Themen überflutet. Er ist so etwas wie eine eierlegende Wollmilchsau. Er muss alles können: Er ist ein Meister seines Fachs, er muss sich um Personal kümmern, er muss sich um Marketing kümmern, er muss kalkulieren können – da ist es schwierig zu entscheiden, was man angehen sollte.“

 

Beispiel: Digitale Bierdeckelkalkulation

Herber hat sich auf die kaufmännische Beratung spezialisiert und hier insbesondere auf das Thema Kalkulation: „Das Kaufmännische ist oftmals das fünfte Rad am Wagen. Häufig wird aus dem Bauch heraus kalkuliert“. Um das Vorgehen auf eine fundierte Basis zu stellen, hat Herber die „Digitale Bierdeckelkalkulation“ erfunden. Ihr Ziel ist es, dem Handwerker eine Preisuntergrenze an die Hand zu geben. Wir haben Martin Herber beim Cloud-Unternehmertag dazu befragt:

 

Herbers Bierdeckelkalkulation wird mit Hilfe von HandwerkerVisio digital. Die Handwerkersoftware liefert dem Handwerker die Zahlen für die digitale Bierdeckelkalkulation automatisiert. So kann er sich ganz auf die Interpretation der Zahlen verlassen und muss sich nicht darum kümmern, diese manuell aus unterschiedlichen Quellen zusammenzustellen. Auf diese Weise unterstützt die Digitalisierung den Handwerker bei ganz elementaren Aufgaben wie etwa der Preiskalkulation.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie von der Digitalisierung profitieren.

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