Im Fachportal „ERP-Management“ ist ein Beitrag von Dr. Jörg Haas zum Thema KI und ERP erschienen.
Hier die Zusammenfassung:
ERP-Systeme stehen vor einem grundlegenden Wandel: Künstliche Intelligenz verändert nicht nur einzelne Funktionen, sondern die Grundlogik kaufmännischer Software. ERP entwickelt sich vom reinen Dokumentationssystem zu einem entscheidungsunterstützenden Sparringspartner: vom System of Record zum System of Decision and Action.
Die fünf zentralen Merkmale dieser neuen Generation: KI beantwortet künftig nicht nur „Was ist passiert?“, sondern auch „Was bedeutet das – und welche Handlungsoptionen sind sinnvoll?“ Dabei wird KI tief in die ERP-Architektur integriert (Embedded Intelligence), verbindet Finanzen, HR, CRM und weitere Bereiche semantisch und leitet daraus konkrete Empfehlungen ab. Gleichzeitig müssen KI-gestützte Prozesse prüfbar und compliant bleiben – regulatorische Anforderungen wie GoBD gelten uneingeschränkt. Der eigentliche Wettbewerbsvorteil entsteht durch Transparenz und erklärbare KI-Modelle, die Vertrauen schaffen.
Der Übergang wird als schrittweise Evolution verlaufen, in der klassische und KI-basierte Arbeitsweisen parallel existieren. Ziel ist kein Ersatz des Menschen, sondern die Erweiterung seines Wirkungsraums durch ein System, das Entscheidungen vorbereitet, nicht trifft.
