Liquiditätsplanung – So behalten Sie Ihre Finanzen im Blick

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Jedes Unternehmen sollte über seine aktuelle und zukünftige Liquidität informiert sein. Nur so kann es seine Zahlungsfähigkeit erhalten und Risiken richtig einschätzen. Ein Liquiditätsplan antizipiert Zahlungszu- und -abflüsse über eine bestimmte Periode. Auf diese Weise kann die Liquidität für die Zukunft prognostiziert werden.

Liquidität 1. und 2. Grades

Die Liquidität 1. Grades berechnet sich als liquide Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten und gibt Aufschluss darüber, wie weit ein Unternehmen seine kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen alleine aus seinen Barmitteln bestreiten kann.

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Die Liquidität 2. Grades ist gleich liquide Mittel + Wertpapiere + kurzfristige Forderungen / kurzfristige Verbindlichkeiten. Diese Kennzahl, auch ATR (Acid Test Ratio) genannt, verrät, ob ein Unternehmen seine kurzfristigen Verbindlichkeiten bezahlen kann. Ist diese Zahl kleiner als 1, so ist dies nicht der Fall, d. h. das Unternehmen kann in einen Liquiditätsengpass geraten.

Liquiditätsstatus und Forecast

Die Ist-Daten können normalerweise mithilfe der Berichtsfunktionen einer guten Finanzbuchhaltungs-Software ermittelt werden.

Unter anderem gehören dazu:

  • Ihre liquiden Mittel, die als Guthaben bei Kreditinstituten und als Kassenbestände auftreten.
  • Die Fälligkeiten der gebuchten Forderungen und Verbindlichkeiten
  • Noch nicht gebuchte Dauerbuchungen und wiederkehrende Rechnungen
  • Noch nicht gebuchte Posten im Rechnungseingangsbuch und in der Rechnungsübersicht

Anhand dieser Daten können Sie leicht einen Liquiditätsstatus berechnen.

Häufig wird dies mithilfe einer Excel-Tabelle geschehen, weil die PivotTables von Excel fortgeschrittene Analysefunktionen aufbieten.

Ausgangspunkt für Ihre Berechnung ist der aktuelle Liquiditätsstatus. Er zeigt die IST-Werte der Liquidität 1. Grades, d. h. Barguthaben bei Kreditinstituten und auf Kassen. Diese können nicht nur für den gegenwärtigen Tag angezeigt werden, sondern mit einer modernen Finanz-Software, wie z. B. Scopevisio, auch periodenübergreifend auf jeden gewünschten, vergangenen Stichtag oder Zeitraum eingegrenzt werden.

Zukünftige Zahlungsein- und -ausgänge abschätzen

Wenn Sie Ihre zukünftige Liquidität einschätzen möchten, müssen Sie für den Sie interessierenden Tag oder Zeitraum einschätzen, wann welche Zahlungsein- und -ausgänge in Zukunft zu erwarten sind.

Aus Ihren Debitoren- und Kreditoren-Fälligkeitslisten können Sie ersehen, welche gebuchten Posten wann fällig sind. Das Delta addieren Sie zu Ihrer heutigen Liquidität.

Anschließend berücksichtigen Sie auch diejenigen Posten, die noch nicht gebucht sind.

Dazu gehören auf der Einnahmenseite wiederkehrende (Ausgangs-)Rechnungen, mit denen Sie automatisch zu bestimmten Zeiten wiederkehrende Beträge fakturieren. Auf der Ausgabenseite berücksichtigen Sie Dauerbuchungen, mit denen Sie z. B. Mieten, Tilgungen und andere gleichbleibende Zahlungen automatisiert haben.

Und schließlich gehören zu den noch nicht gebuchten Posten auch diejenigen Eingangs- und Ausgangsrechnungen, die zwar bereits vorliegen, aber noch nicht gebucht sind.

Haben Sie alle diese Faktoren eingerechnet, so erhalten Sie ein vollständiges Bild von ihrer zukünftigen Liquidität zu einem gegebenen Zeitpunkt.

Autor:in Dorothea Heymann-Reder
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