Scheinselbständigkeit: Sozialbetrug im großen Stil

Ein Whistleblower brachte unlängst Ermittlungen gegen den Kölner Stadtanzeiger und das Boulevard-Blatt Express, die beide zum DuMont-Verlag gehören, ins Rollen. Der Vorwurf: Der Verlag habe absichtlich und im großen Stil Mitarbeiter zu rechtlich falschen Konditionen als so genannte Scheinselbstständige beschäftigt. Systematisch seien Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten worden. Scheinselbständigkeit – ein gerne angewendetes Mittel, um in wirtschaftlich schlechten Zeiten auf Kosten der Steuerzahler Geld zu sparen.

Jeder Dritte von Scheinselbstständigkeit betroffen

Es handelt sich bei DuMont keineswegs um einen Einzelfall. Es werden immer mehr Fälle bekannt, in denen wegen der Beschäftigung scheinselbstständiger Mitarbeiter Sozialabgaben und Steuern nachgezahlt werden müssen. Dieser Gefahr sieht sich wohl auch der Springer-Verlag ausgesetzt, der verlauten ließ, es sei nicht auszuschließen „dass in Redaktionen der Axel-Springer-Gesellschaften branchentypisch eingesetzte freie Mitarbeiter in der Vergangenheit arbeitsrechtlich nicht richtig eingeordnet wurden.“ Laut der Studie „Scheinselbständigkeit bei Journalisten in NRW“ der TU Dortmund wird etwa jeder Dritte der befragten freien Mitarbeiter als „scheinselbständig“ eingestuft.

Freischaffende Künstler und Publizisten: Künstlersozialkasse springt ein

Bei Zeitungen übernehmen beispielsweise sogenannte „Pauschalisten“ die gleichen Aufgaben wie festangestellte Mitarbeiter, also etwa schreiben und recherchieren, redigieren von Fremdtexten, die Betreuung von Praktikanten und das Planen und Bestücken der Seiten. Sie haben wie die anderen Arbeitnehmer einen festen Arbeitsplatz in der Redaktion und nehmen an Redaktionssitzungen teil. Dennoch muss der Verlag für sie keine Sozialversicherungsbeiträge abführen – der Auftraggeber profitiert von dem Arrangement. Die von der Scheinselbständigkeit Betroffenen selbst haben dadurch zunächst keinen finanziellen Nachteil. Wie ist das möglich? Indem die Verlage mithilfe eines Tricks staatliche Subventionen ergattern; sie verlassen sich darauf, dass hier die Künstlersozialkasse (KSK) einspringt. Diese übernimmt für freischaffende Künstler und Publizisten den Arbeitgeberanteil der Sozialversicherungsbeiträge. Zwar wird die KSK zum Teil über pauschale Abgaben von den Verlagen und anderen sogenannten „Vermarktern“, also Unternehmen, die die Ergebnisse künstlerischer Arbeit wirtschaftlich nutzen, mitfinanziert. Über diese Künstlersozialabgabe werden 30% der KSK finanziert. 20% der KSK werden jedoch über Bundesmittel finanziert.

Betriebsprüfungen – Nachzahlungen drohen!

Um diesem Sozialbetrug entgegenzuwirken, werden in jüngster Zeit vermehrt Kontrollen beim Arbeitgeber durchgeführt. Scheinselbstständigkeit wird als ein Verstoß gegen das Gesetz (§ 266 a StGB), also als Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt, verfolgt. Folgende Behörden haben ein Interesse daran, Scheinselbständigkeit aufzuspüren:
  • die Deutsche Rentenversicherung, wenn ihr Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten wurden
  • das Finanzamt, wenn ihm Steuern (Lohn- und Umsatzsteuer) vorenthalten wurden
  • der Zoll, wenn Schwarzarbeit vorliegt oder keine Arbeitserlaubnis erteilt ist.
Wird bei einer Betriebsprüfung eine abhängige Beschäftigung festgestellt, drohen Nachzahlungen – der Arbeitnehmer muss in diesem Fall seine Sozialabgaben für maximal 3 Monate nachzahlen. Die Ansprüche an den Arbeitgeber verjähren dabei erst nach 4 Jahren. Betroffene freie Mitarbeiter wie z.B. auch Beschäftigte der Film- und Fernsehbranche, Honorarärzte,  Bauarbeiter und Kurierfahrer sowie Pflegekräfte wie Krankenschwestern und Altenpfleger, sollten sich also lieber freiwillig an die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung wenden. Dort wird auf Antrag noch vor Aufnahme der Beschäftigung geprüft, ob es sich bei der Tätigkeit der Arbeitnehmer um eine abhängige Beschäftigung handelt oder nicht.

Checkliste: Kriterien für Scheinselbständigkeit:

Scheinselbständigkeit liegt vor, wenn die angeblich Selbständigen in betriebliche Abläufe des Arbeitgebers eingebunden sind wie die anderen Arbeitnehmer. Auch feste Arbeitszeiten und Weisungsgebundenheit des Auftragsgebers hinsichtlich Zeit, Dauer und Ort der Arbeit sind wichtige Indizien für Scheinselbständigkeit. Weitere Kriterien für Scheinselbständigkeit sind die Folgenden:
  • Ausübung der Tätigkeit gleichbleibend an einem bestimmten Ort
  • Eingliederung in den Betrieb des Auftraggebers
  • Feste Bezüge
  • Persönliche Abhängigkeit
  • Überstundenvergütung
  • Fehlendes Unternehmerrisiko und Unternehmerinitiative
  • Fehlender Kapitaleinsatz
  • Keine Pflicht zur Beschaffung von Arbeitsmitteln
  • Notwendigkeit der engen ständigen Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern
Gerade in Zeiten, in denen es immer mehr „Wissensarbeiter“ gibt, die auf keinen festen Arbeitsort angewiesen sind und in virtuellen Arbeitswelten ihre Leistungen per Smartphone und Laptop von jedem Ort aus für verschiedene Auftraggeber online erbringen können, ist es wichtig, zwischen wirklichem Freiberuflertum und Scheinselbstständigkeit unterscheiden zu können. Nur so kann Sozialbetrug und das zunehmende Auseinanderdriften von Rechtssicherheit und Praxis gestoppt werden.

Content Marketing – Mehr als ein Hype?

Derzeit wird viel darüber debattiert, wie sinnvoll Content Marketing für Unternehmen ist. Es wird befürchtet, dass Unternehmen, die im Rahmen ihrer Online Marketing Strategie über ein Corporate Blog eigene Inhalte veröffentlichen, anstatt bloß klassisches SEO zu betreiben, nun Medienhäusern Konkurrenz machen wollen und über kurz oder lang eine unüberschaubare Datenflut das Netz überfluten wird. Der Unterhaltungswert sowie die Qualität der Informationen in den Texten, die Unternehmen online veröffentlichen, werden zudem in Frage gestellt. Thomas Strerath, CEO bei Jung von Matt beobachtet etwa, dass die Inhalte, die einige Unternehmen im Rahmen von Content Marketing ins Netz stellen, „weder wirklich unterhaltend“ seien noch „irgendeinen ernsthaften Mehrwert“ böten. kind will nichts hören Matthias Schrader, Gründer & CEO der Hamburger Digitalagentur Sinner Schrader, kontert, es komme beim Content Marketing gar nicht primär auf Unterhaltung an, stattdessen ginge es um
„die Entwicklung von nutzenstiftenden Inhalten„.
Inhalte, die tatsächlichen Nutzen bringen sollen, müssten seiner Ansicht nach „vor allem in relevanten Momenten die Brücke zwischen Marke und Nutzer aufspannen – ohne sie jeweils immer wieder teuer neu aufbauen zu müssen.“ Für ihn geht es beim Content Marketing um
Visits, Verweilzeiten, CPLs und CPAs.“
Stefan Kolle, Gründer und Kreativchef der Hamburger Agentur Kolle Rebbe, gibt eine ganz eigene Definition von Content Marketing; er sieht darin die
Trüffelsuche nach Themen und Geschichten, die in einer Marke stecken und für bestimmte Menschen interessant sind“.
Denn dadurch, so Kolle, könnten Marken durch Content Marketing bei „steigender Werbeablehnung und in Zeiten von Adblockern wieder in die Relevanzzone“ rücken. Tatsächlich kann Content Marketing Ihrem Unternehmen einen konkreten Nutzen bringen:

Nutzen von Content Marketing:

  • Steigerung der Bekanntheit Ihres Unternehmens (Social Branding);
  • neue Webseitenbesucher, die über den Content angelockt werden (ein Besucher der Website kann durch Inbound Marketing dann wiederum in einen Lead umgewandelt werden und dann in einen Kunden):
  • Ein eigenes Blog ermöglicht es Ihnen, online auf aktuelle Themen zu reagieren bzw. diese zu setzen;
  • Wahrnehmung als Kompetenzgeber in Ihrem Bereich, indem Sie relevante Informationen bieten; die Kompetenzen der Marke werden durch Content Marketing im Internet sichtbarer und greifbarer gemacht;
  • Ansprache auf emotionaler Ebene durch Storytelling: Was bedeutet das Produkt dem Nutzer? Welche Bedürfnisse befriedigt es? Kunden erwarten mittlerweile von einem Unternehmen nicht weniger, als einen Wertbeitrag zu einer positiven Gesellschaftsordnung, es soll Sinn stiften;
  • Verbreitung der Inhalte via Social Media (z.B. Facebook und Twitter) und im firmeneigenen Newsletter und dadurch mehr Reichweite;
  • Verfolgung langfristiger Ziele im Marketing wie etwa Kundenbindung, ein firmeneigenes Kommunikationssystem und Marktpositionierung anstelle klassischer SEO-Ziele wie etwa Linkaufbau.
Um nicht zu den Unternehmen zu zählen, deren Inhalte weder Unterhaltung noch Mehrwert bieten, sollten Sie eine Strategie für das Content Marketing als Teil der Online PR und des Marketings im eigenen Unternehmen entwickeln. Bevor Sie Ihr Blog mit Inhalten bespielen, sollten Sie sich einige grundlegende Fragen stellen.

Fragen, die sich jedes Unternehmen, das Content Marketing betreiben will, stellen muss:

  • Wer ist die Zielgruppe des Unternehmens? Wer soll die Produkte kaufen?
  • Welche Inhalte sind für die Nutzer relevant und sinnvoll? Wie können sie gleichzeitig die Ziele der Organisation fördern?
  • Wie kann Content lebendig und inhaltsreich gestaltet werden?
Ist erstmal eine grundlegende Strategie für das Content Marketing entwickelt worden und wurde die gewünschte Zielgruppe festgelegt, kann überlegt werden, welche Inhalte veröffentlicht werden sollen. Es kommt dabei darauf an, für die Zielgruppe relevanten und interessanten Content zu finden, der einen sinnvollen Bezug zum eigenen Produkt oder zur eigenen Dienstleistung hat. Wie können Inhalte generiert werden, die für die Leser eine so hohe Relevanz haben, dass durch sie ein Dialog zwischen Kunden und Unternehmen entsteht, entweder via Social Media oder die Kommentarfunktion im Blog?

Diese Inhalte sind für Leser Ihres Blogs interessant:

  • Ausgewogene Mischung von Firmeninhalten und allgemeinen, interessanten Aspekten rund um ein Thema;
  • News, Prognosen & Trends + die Community nach der Meinung dazu fragen;
  • Interviews;
  • Buchsprechungen: Hier sollte der Fokus auf der Bewertung liegen, nicht auf der Beschreibung;
  • Gastbeiträge;
  • Checklisten, Leitfäden, Whitepaper, eBooks;
  • Infografiken: eine unterhaltsame Infografik kann auch Informationen vermitteln;
  • Anekdoten & persönliche Gedanken teilen: die persönliche Geschichte ist eine Möglichkeit, um mit der Community in engeren Kontakt zu treten → die Community will echte Menschen, keine unnahbaren Schattengestalten.
Prinzipiell sollte man sich immer überlegen, was man selbst gerne in einem Artikel lesen würde. So macht es Toys‘ R‘ Us-Gründer Charles Lazarus:
„Die besten Ideen kommen mir, wenn ich mir vorstelle, ich bin mein eigener Kunde.“
Nachdem Sie sich Gedanken über mögliche Themen, die für Ihre Zielgruppe interessant und relevant sein könnten, gemacht haben, können Sie Ihre Ideen in einem Redaktionsplan festhalten. Mithilfe von Google Trends lässt sich leicht herausfinden, ob ein Thema von wiederkehrendem Interesse ist. Die Popularität von Suchanfragen bei Google wird hier im Zeitverlauf angezeigt. Dem Schreiben Ihrer Beiträge sollte außerdem stets eine Keywordrecherche vorausgehen. Mithilfe von Keyword Tools können Sie herausfinden, nach welche Schlagworten im Internet häufig gesucht wird und Ihre Content Marketing Strategie entsprechend anpassen. Der Google AdWords Keyword Planner zeigt Ihnen beispielsweise, wieviele Suchanfragen pro Monat ein Keyword bei Google hat. Für andere Suchmaschinen als Google gibt es vergleichbare Tools. Attractive female working at home.Blogging. Nun können Sie mit dem Schreiben beginnen. Doch was zeichnet einen guten Blogartikel aus?

Die Content Strategie: Tipps zur Gestaltung:

  • Die wichtigsten Informationen zuerst benennen und dann im weiteren Verlauf auf die Details eingehen;
  • Fotos, Zitate und Zwischenüberschriften erleichtern das Lesen und gestalten Online-Texte interessanter;
  • Videos integrieren – diese werden besonders gerne angeklickt;
  • Anzeige rechts: die beliebtesten Beiträge, Autoreninfo inklusive Social Media-Kanäle, vor wie vielen Stunden gepostet?
  • Empfehlenswert ist eine Zusammenfassung am Schluss. Hier können Sie auch Ihre eigene Bewertung einfließen lassen.
Um bei potenziellen Lesern das Interesse für einen Artikel zu wecken, braucht es zunächst einmal eine knackige Überschrift. Diese sollte nicht zu allgemein gehalten werden und es sollten keine Versprechungen gemacht werden, die der Content nicht halten kann – denn schließlich soll der Leser zum weiterlesen angeregt werden. Wichtig ist, dass die Überschrift den Leser sofort emotional anspricht.

Tipps für emotional ansprechende Überschriften:

  • Besorgnis erwecken: Schwierigkeiten/Probleme/Fehler/Lügen/Absturz; gefährlich/bedenklich/alarmierend; versagen/scheitern/verwirren
  • Dringlichkeit betonen: jetzt/sofort/heute/vorbei; schließen/aufhören/verfallen/sollen/müssen/brauchen
  • Sensationen versprechen: Wunder; unglaublich/gigantisch, unfassbar/unschlagbar/ultimativ; staunen
  • Wissen bieten: Profi/Experte/Tipps/Gründe/Guide/Ratgeber; wirklich/überzeugend/erfolgreich; lernen/trainieren/verbessern/informieren
Beim Schreiben von Blogartikeln sollten Sie sich stets fragen, wie Sie diese besonders lesenswert machen können. Vermeiden Sie etwa lange Sätze – diese sind gerade am Bildschirm anstrengend zu lesen. Gedankenstriche oder Kommata strukturieren Sätze in Ihrem Artikel. Nach der Veröffentlichung Ihres Blogartikels sollten Sie diesen per Mail, in einem Newsletter, auf Ihrer Website und via Social Media verbreiten (Sie können ihn etwa in Facebook oder Twitter teilen oder liken). Seeding Content, das aktive Verbreiten Ihres Contents, gehört auch zum erfolgreichen Content Marketing; es ist ein wichtiger Schritt, um mehr Reichweite für Ihren Content und mehr Sichtbarkeit für Ihre Firma zu erzielen. Wenn Sie diese Tipps beherzigen und wenn Ihre Texte inhaltlich gut recherchiert sind und einen wirklichen Mehrwert für den Leser bieten, wird Ihr Blog wahrgenommen werden und Sie können durch Content Marketing Erfolge erzielen.

Social Media Marketing – Strategien für Twitter, Facebook & Co.

Social Media Marketing sollte in einem ausgewogenen Marketing Mix neben anderen Online Marketing-Strategien wie etwa der Suchmaschinenoptimierung, dem Content Marketing oder der Werbung per Mail oder Newsletter, unbedingt eine Rolle spielen, denn über Social Media Plattformen können Sie online direkt mit Ihren Kunden kommunizieren und Sie gezielt ansprechen – Sie können Ihre Kunden dadurch während der gesamten Customer Journey begleiten. In Zeiten der Digitalisierung ist kanalübergreifende Kommunikation der entscheidende Faktor für ein gelungenes Kundenbeziehungsmanagement. Über die verschiedenen Social Media Kanäle erreichen Sie Ihre Kunden direkt – und erhalten oftmals auch ein direktes Feedback. Im Online Marketing sind soziale Netzwerke deshalb als Teil der Marketingstrategien nicht mehr wegzudenken. Doch welche sozialen Netzwerke gibt es? Und welche sozialen Medien sind für wen geeignet? Wie erreichen Sie die gewünschte Zielgruppe durch welche Social Media Plattformen? Wir geben Ihnen in diesem Artikel einen Überblick über die wichtigsten Tools und geben Ihnen Tipps dazu, wie Sie eine Social Media Strategie für Ihr Unternehmen entwickeln können.

Die 3 wichtigsten Social Media Kanäle im Überblick:

Facebook: Facebook-Marketing sorgt schnell für Reichweite

Facebook-logo-PSD-420x215 Mit Facebook Social Media Marketing betreiben? Eine gute Idee: Facebook hat eine sagenhafte Reichweite: Monatlich nutzen weltweit derzeit 1,59 Milliarden Menschen das soziale Netzwerk, darunter 27 Millionen Deutsche. Für Unternehmen ergibt sich daraus eine wunderbare Möglichkeit, schnell möglichst viele Nutzer mit ihren Inhalten zu erreichen. Facebook eignet sich dementsprechend besonders gut für die B2C-Kommunikation. Facebook Marketing ist der Klassiker des Social Media Marketings. Hier wird Ihre Zielgruppe schnell erreicht.

Twitter: Liveberichterstattung auf Veranstaltungen und Networking

Twitter Twitter ist interaktiv und schnell, denn es handelt sich dabei um einen Microblogging-Dienst in Echtzeit. Die Nutzer können kurze Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen veröffentlichen, welche sofort auf Twitter erscheinen. Die Follower sehen diese Nachrichten in ihrer Timeline und sie können sie erneut veröffentlichen, also re-tweeten. Grundlage für den Dienst ist das Networking; wer also bereits viele Kontakte hat, gut vernetzt ist und gerne und oft diskutiert, ist hier richtig aufgehoben. Der Microblogging-Dienst eignet sich besonders zur Liveberichterstattung auf Veranstaltungen und ist deshalb als Teil des Social Media Marketings zu empfehlen. Auch Supportanfragen können über den Dienst beantwortet werden. Weltweit gibt es 305 Millionen monatlich aktive Twitter-Nutzer. Die Nutzerzahlen für Deutschland liegen bei ca. 3 Millionen.

XING: Interaktion durch Foren-Diskussionen, Verbreitung von Firmennews und Recruiting

Xing Mithilfe des in Deutschland am weitesten verbreiteten Business-Netzwerkes können online neue B2B-Kontakte aufgebaut werden. Insbesonders für Startups, die oftmals noch wenige Geschäftskontakte haben, ist das von Interesse, sie können diesen Kreis über Xing im Internet aufbauen. Auch für die Personalsuche lohnt es sich für Unternehmen, XING zu nutzen. Über ein Xing-Profil erhalten Sie deutlich solidere Informationen über den Businesshintergrund einer Person als etwa über Facebook und Twitter. Wie in allen sozialen Netzwerken ist Interaktion hier das A&O: Greifen Sie in Foren-Diskussionen kompetent ein und initiieren Sie selbst Diskussionen! Bieten Sie Webinare an und besuchen Sie die Webinare anderer Unternehmen! Posten Sie Firmennews und reagieren Sie auf die News anderer. Stellen Sie Umfragen und Anleitungen ins Netz! So können Sie Ihre Marke sowie die Bekanntheit des Unternehmens steigern. Das Business-Netzwerk hat knapp 10 Millionen Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Entwicklung und Implementierung einer Social Media Strategie

Die Pflege von Social-Media-Kanälen kostet einiges an Zeit – ein Faktor, der oft unterschätzt wird. Posts, Reaktionen und Neuigkeiten aus der Branche sollten stetig kontrolliert und im Idealfall sofort beantwortet werden. Social Media Aktivitäten einfach so nebenher laufen zu lassen, empfiehlt sich deshalb nicht. Meistens sind die Mitarbeiter mit ihren Aufgaben bereits ausgelastet und die Social Media Kanäle werden nicht oder zu selten bespielt. Stattdessen sollte  eine umfassende Social Media Strategie verfolgt werden, die in einem ersten Schritt zunächst in der Online Marketing Abteilung in Ihrem Unternehmen festgelegt und durch einen Social Media Manager im Unternehmen dann implementiert werden sollte. Erstellen Sie einen Plan: Was wollen Sie mit Social Media für Ihre Marke erreichen? Was sind Ihre Ziele? Welche Fragen sind noch offen und müssen im größeren Plenum diskutiert werden? Welcher Content sollte über soziale Medien kommuniziert werden? Die Entwicklung einer umfassenden Strategie ist der erste Schritt für jedes Unternehmen, das mit Social Media arbeiten möchte.

Der Social Media Manager – Ansprechpartner für digitale Kommunikation

Der Social Media Manager ist der zentrale Ansprechpartner für den Social Media Auftritt Ihres Unternehmens. Seine Aufgabe ist es, eine Brücke zwischen alten und neuen Formen des Informationsaustauschs zu schlagen und er sollte als Vermittler sowie Schnittstelle zwischen den Abteilungen fungieren. Die Mithilfe der verschiedenen Unternehmensbereiche ist dabei von zentraler Bedeutung, denn die Strategie für die Auftritte in den sozialen Medien muss in die Gesamtkommunikation des Unternehmens eingebunden sein. People Meeting Connection Social Networking Communication Concept Insbesondere mit der Redaktion und der PR sowie mit dem Management aus Marketing und Vertrieb muss sich der Social Media Manager permanent abstimmen. Als Verantwortlicher für die Inhalte und Botschaften seines Unternehmens in den sozialen Online-Medien berät und unterstützt er die Redaktion bei der inhaltlichen Betreuung der Kanäle sowie rund um das Thema Social Media. Doch gibt er nicht nur seinen Kollegen Tipps, sondern er erstellt selbst Social Media gerechte Inhalte bzw. passt die von der Redaktion gelieferten Inhalte entsprechend an. Dabei muss er sich mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
  • Wie kann Content lebendig und inhaltsreich gestaltet werden?
  • Welche Themen sind für die Nutzer relevant und sinnvoll? Wie können sie gleichzeitig die Ziele der Organisation fördern?
  • Wer ist die Zielgruppe des Unternehmens? Wer soll die Produkte kaufen?
  • In welchen Kanälen sollen welche Inhalte kommuniziert werden? Welche Zielgruppen sollen über welche Kanäle angesprochen werden?
  • Wie kann man die Social Media Kanäle mit anderen Kanälen, wie etwa dem firmengeigenen Blog oder dem Newsletter, verknüpfen? Soll man per Mail auf sie aufmerksam machen oder in einem Artikel in Ihrem Blog auf Sie hinweisen?
  • Wer sind die Influencer der Branche? Wer beeinflusst die Zielgruppen?
  • Wie soll auf den einzelnen Plattformen kommuniziert werden?
  • Welche bestehenden Inhalte gibt es? Wie können Sie Ihren Content am besten teilen?
  • Lohnt es sich, für das eigene Unternehmen ein Social-Media-Dashboard wie etwa HootSuite einzurichten?

Social Media Guidelines

Es empfiehlt sich, eine übergreifende Policy zum Umgang mit Social Media festzulegen. Darin kann das Unternehmen Richtlinien festhalten, wie etwa die, dass firmeninterne Daten und Themen in den sozialen Netzwerken nicht diskutiert werden sollten, oder die, dass private Meinungen deutlich als solche kenntlich gemacht werden sollten. Der Umgang mit dem Internet sollte auch in ihrer Firma reguliert werden. Sie können in den Guidelines auch die Ziele für Ihre Strategie festhalten. Beispiele für solche Guidelines lassen sich leicht über Google finden. Es ist wichtig, Ihre Mitarbeiter einzubieziehen: Das Wissen der Mitarbeiter sollte unbedingt in die Gestaltung und Formulierung der Social Media Guidelines einfließen, denn diese wissen oft am besten, worauf beim Informationsaustausch in der Firma geachtet werden sollte und Sie können dabei helfen, Ihre Social Media Strategie in die allgemeinen Marketingstrategie zu integrieren.

Social Media Monitoring

Hinter dem Begriff Social Media Monitoring verbirgt sich die Überwachung und Analyse aller Aktivitäten in den einzelnen Kanälen – eine gute Möglichkeit, den Social Media-Auftritt Ihres Unternehmens zu verbessern. Es gibt verschiedene Social Media Monitoring Tools. Social Media Monitoring Software bietet die Möglichkeit zur Erstellung von Analysen und Reports zu Marken und Kampagnen. Ein Teil der Software ist kostenpflichtig, während andere Dienste kostenlos sind. Mithilfe von Google Analytics können Sie herausfinden, wie viele Page Visits aus den sozialen Netzwerken kommen. Mithilfe des Monitorings via Software kann die Konkurrenz im Auge behalten werden. Ferner liefert das Social Media Monitoring dem Marketing und dem Vertrieb nützliche Informationen zu Gesprächen, die über das Unternehmen geführt werden, dazu, wie Kampagnen performen und zu Optimierungspotenzialen. Durch die aufmerksame Beobachtung und Steuerung der digitalen Kommunikation können Reputationsschäden verhindert sowie neue Trends entdeckt werden.

Social Media Marketing: Digitalthemen als Teil der Gesamtstrategie

Es lohnt sich für Unternehmen, im Web zu beobachten, was in der digitalen Welt passiert und welche neuen sozialen Netzwerke in Ihrem Bereich gerade im Trend liegen, wie derzeit beispielsweise Messengerdienste im Marketing. Mit Diensten wie Xing, Twitter oder Facebook Social Media Marketing zu betreiben, sollte unbedingt Teil Ihrer Marketingstrategien sein. Dabei sollten Digitalthemen als selbstverständlicher Teil der Gesamtstrategie des Unternehmens betrachtet werden, denn der Kunde macht selbst in der Regel keinen Unterschied zwischen Online und Offline und erwartet eine nahtlose Markenerfahrung über alle Kanäle hinweg. Auch wenn Social Media Marketing primär dem Online Marketing zugeordnet ist, sollte es nicht auf das Marketing allein beschränkt sein: Das Ineinandergreifen der verschiedenen Unternehmensbereiche ist unerlässlich für erfolgreiches Social Media Marketing.

Coworking für Freiberufler und Startups

Beim Coworking teilen sich Kreative, Freiberufler oder Startups zu mehreren große, offene Räume, in denen sie dann gemeinsam arbeiten. Oftmals handelt es sich dabei um eine alte Fabrikhalle oder ein Loft. Sowohl die Arbeitsplätze als auch die Infrastruktur wie etwa Telefone, Faxgeräte, Drucker, Scanner und WLAN stehen Ihnen bei diesen Gemeinschaftsbüros wie in einem eigenen Büro zur Verfügung – jedoch deutlich günstiger. Es gibt sogar kleine Küchen, in denen man sich etwas zu Essen zubereiten kann und Meeting-Räume, in denen man Kunden treffen kann. Man kann sich tage-, wochen- oder monatsweise in diese Büroräume einmieten, wenn man nur übergangsweise ein Büro oder Besprechungsräume braucht oder wenn einem zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Coworking

Coworking Spaces: Möglichkeit zum gemeinsamen Realisieren von Projekten

Coworking Spaces sind mehr als Plätze zum Arbeiten: Was viele Freiberufler und Startups am Coworking schätzen ist, dass sie sich hier untereinander austauschen und auch gemeinsam Projekte verwirklichen können. Vor allem Kreative, die viel Zeit allein in ihrem Atelier oder Studio verbringen, laufen Gefahr, zu vereinsamen. Für sie ist Coworking eine gute Möglichkeit, sich gegenseitig zu inspirieren und auf neue Ideen zu kommen. Beim Plausch vorm Drucker oder an der Kaffeemaschine lassen sich leicht neue Kontakte knüpfen, denn hier kommen kreative Menschen zusammen. Dadurch wird die Bildung einer Community aus Gleichgesinnten gefördert. Es besteht die Möglichkeit, gemeinsam Workshops durchzuführen und  Veranstaltungen zu organisieren.

Arbeitsplatz mit guter Ausstattung zum kleinen Preis

Die Räume der Gemeinschaftsbüros sind beim Coworking mit allem Notwendigen ausgestattet. WLAN wird zur Verfügung gestellt und Drucker und Scanner findet man vor Ort installiert vor. Dabei ist die Nutzung von Coworking Spaces deutlich günstiger, als ein vergleichbar ausgestattetes Büro anzumieten: Das Kostenersparnis kann bis zu 50 Prozent der dabei anfallenden Kosten ausmachen. Gerade dann, wenn sich ein Auftrag über längere Zeit erstreckt, kann es sich für Freiberufler und Startups lohnen, Coworking Spaces zu nutzen.

Coworking international

Mehr als 12 Millionen Menschen arbeiten in der EU als Solo-Selbstständige. Das sind etwa 7% aller Erwerbstätigen. Insbesondere in den südlicheren europäischen Ländern wie Italien, Griechenland und Spanien sind freie Berufe sehr verbreitet. Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder, dass auch Coworking immer beliebter wird. In Italien, Spanien, Litauen und Albanien stellt dementsprechend beispielweise das Coworking Netzwerk Talent Garden große Spaces zu Verfügung: In Mailand gibt es z.B. auf 8.500m² neben Arbeitsräumen auch Event-Bereiche für bis zu 1.000 Personen sowie Freizeitangebote wie ein Café und einen Swimmingpool. Darüber hinaus befördert eine interne Digitalplattform die Vernetzung und es werden zahlreiche Events angeboten. Auf Coworking-Plattformen wie desksurfing.net kann im Internet weltweit nach Coworking Spaces gesucht werden. Auch in Deutschland hat sich Coworking mittlerweile etabliert – und zwar nicht nur in Berlin, wo allein in den letzten Jahren hundert Coworking Spaces entstanden sind.

10 Tipps für eine bessere Work-Life-Balance

Freizeit und geschäftliche Aktivitäten vermischen sich immer mehr – eine ausgewogene Work-Life-Balance zu erreichen wird zur Herausforderung. Berufliche E-Mails werden während dem Familienessen beantwortet, nachts schreibt man noch schnell den neuesten Artikel fertig oder stellt nochmal eben die aktuellsten Fotos ins Netz, anstatt sich auszuruhen und zu schlafen. Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets sind im Dauereinsatz. Sie ermöglichen es, „always on“ zu sein: Von unterwegs können Mails gecheckt, Termine koordiniert und Kundentermine vorbereitet werden. Doch die unklare Trennungslinie zwischen Freizeit und Arbeitszeit führt zu einer deutlichen Verminderung der Konzentrationsfähigkeit. Kreativität und Leistungsfähigkeit leiden darunter. Während der Arbeitszeit verzettelt man sich zudem oft angesichts zu vieler Aufgaben, die gleichzeitig anstehen. Es kommt zu Selbstausbeutung und zu Flüchtigkeitsfehlern. Damit es so weit gar nicht erst kommt, geben wir Ihnen

10 nützliche Tipps für mehr Konzentration und eine bessere Work-Life-Balance:

•  Liste mit Aufgaben anlegen: Für ein strukturierteres Arbeiten empfiehlt es sich, eine Liste mit allen anstehenden Aufgaben anzulegen und diese dann der Reihe nach abzuarbeiten. Listen Sie alle Aufgaben eines Projekts oder eines Auftrags dabei möglichst kleinteilig auf. Der positive Nebeneffekt: Die Gesamtaufgabe erscheint nicht mehr so riesig. •  Multitasking vermeiden: Wenn Menschen mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen, sind sie nicht effizienter. Im Gegenteil: Man ist unkonzentriert, kleine Fehler schleichen sich ein. Es mangelt an Achtsamkeit. Konzentrieren Sie sich lieber auf eine Aufgabe. • Zeitfenster für Telefonate festlegen: Geben Sie nicht jedem Kunden gleich die eigene Telefonnummer. Vermeiden Sie außerdem permanente Erreichbarkeit. Vereinbaren Sie stattdessen feste Termine, an denen Sie für Ihre Kunden telefonisch erreichbar sind. • Unterbrechungen vermeiden: Schalten Sie alle potenziellen Störfaktoren aus, insbesondere dann, wenn eine Aufgabe oder ein Projekt besonders viel Konzentration erfordert. So können Sie Aufgaben schneller erledigen und Überstunden vermeiden. • Arbeitsbereich abtrennen: Es hilft der Konzentration und der Fokussierung auf die Arbeit, den Arbeitsbereich vom restlichen Alltag abzutrennen. Auch wenn nicht jeder Freiberufler die Möglichkeit hat, sich ein Arbeitszimmer einzurichten oder ein Büro zu mieten, sollte dieser Tipp beherzigt werden. Coworking Spaces sind z.B. eine gute Alternative zum eigenen Büro. Darüberhinaus sollte der Arbeitsbereich ordentlich gehalten werden. Wenn man die Übersicht über Materialien und Dokumente behält, spart man Unmengen an Zeit. •  Arbeitszeit von Freizeit trennen: Frei nach dem Motto „Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps“ sollten Arbeitszeit und Freizeit nicht ständig vermischt werden. Hierfür bietet es sich an, nach Feierabend das Smartphone, das Tablet oder den Laptop auszuschalten und die beruflichen sozialen Netzwerke nicht permanent weiter zu bespielen. Denn „nur noch kurz die Welt retten, […] Noch 148 Mails checken“ (Tim Bendzko) können Sie auch am nächsten Tag noch – und dann wahrscheinlich ausgeruhter und konzentrierter. • Kleine Projekte vermeiden: Jedes Projekt birgt die Gefahr eines schleichenden Inhalts- und Umfangszuwachses in sich. Es kann sein, dass die Deadline plötzlich nach vorne verlagert wird. Bei vielen kleinen Projekten kann man sich außerdem schnell verzetteln. • Grenzen ziehen: Legen Sie ein Maximum-Limit im Hinblick auf die Projektgröße fest und ein Minimum-Limit bezüglich des Honorars. Nehmen Sie keine Projekte außerhalb dieser Grenzen an. • Stammkunden zulegen: Sich permanent vor Neukunden beweisen zu müssen, kostet Zeit und Nerven. Besser ist es, mit einem bestehenden Kunden zukünftig gemeinsam an weiteren Projekten zu arbeiten. Denn dann wissen Sie, ob Ihr Kunde dazu bereit ist, den Stundensatz so zu bezahlen, wie Sie es sich vorstellen, und wie viel Arbeitsaufwand er verlangt. Pausen nicht vergessen: Es arbeitet sich effizienter, wenn man regelmäßig eine Pause einlegt. Leider vergessen Alleinarbeiter oft, Pausen zu machen, weil niemand Sie daran erinnert. Ihre Kreativität und Leistungsfähigkeit leiden darunter, wenn Sie sich zu wenig Zeit für Pausen gönnen. Wie lang die Pause ist, spielt dabei keine Rolle. Hauptsache, der Erholungseffekt stellt sich ein. Wenn Sie diese Tipps für eine bessere Work-Life-Balance beherzigen, wird Ihnen die Arbeit leichter von der Hand gehen, Sie werden mehr Freude am Job haben und auch allgemein mehr Balance in Ihrem Leben finden und somit auch Ihr Privatleben mehr genießen können.