Steuern und Recht

Steuerberater im Aufbruch?

Nachholbedarf bei Digitalisierung und Online-Kooperation

Die Steuerberater-Branche steht vor großen Herausforderungen. Während regulatorische und steuerrechtliche Anforderungen stetig zunehmen, soll gleichzeitig die Beratungsqualität immer besser werden - und das möglichst zu konstanten Kosten. Wer die Chancen von Digitalisierung und Online-Zusammenarbeit nutzt, spart Verwaltungsaufwand und rüstet sich für die Zukunft.

05. Januar 2016 2291 Aufrufe
Steuerberater wünschen sich mehr Zeit für Service und Beratung und weniger Verwaltungsaufwand. Trotzdem erhalten die meisten ihre Unterlagen von den Mandanten immer noch in Papierform und geben sie manuell in ihre Kanzleisoftware ein. Diese Erkenntnisse gehen aus zwei Studien über die Zusammenarbeit zwischen Steuerberatern und Mandanten hervor, die Ende 2015 erschienen sind: Dem Exact Cloud Barometer 2015 und der Studie von Haufe: Moderne Steuerkanzlei 2020

Chancen bleiben ungenutzt

Anspruch und Wirklichkeit in Bezug auf eine rationelle Zusammenarbeit von Steuerberatungsbüros und Mandanten klaffen somit weit auseinander. Weiterhin fällt auf, dass nur gut ein Fünftel der Steuerberaterkanzleien ihren Mandanten proaktiv eine Lösung für den Belegaustausch vorschlägt; der überwiegende Teil der Berater reagiert, statt selbst zu agieren. Bei der Nutzung von Cloud Unternehmenssoftware hinken deutsche Unternehmen und Steuerberater im internationalen Vergleich hinterher. Dabei ist Cloud Computing für die meisten Steuerberater kein Fremdwort, und wer Cloud Technologien nutzt, zeigt sich zu 90 Prozent „zufrieden“ bis „sehr zufrieden“.

Aufklärungsbedarf ist groß

Was also hindert moderne Steuerberater daran, ihre Abläufe durch Digitalisierung und Online-Zusammenarbeit schneller und sicherer zu machen? Zweifellos spielen alte Gewohnheiten noch eine Rolle und mit Sicherheit ist auch der schiere Umfang der Arbeitserleichterung durch moderne Online-Zusammenarbeit noch nicht jedem bewusst. In vielen Fällen äußern Steuerberater jedoch auch Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit bei Cloud Anbietern. Wenn der Anbieter in Deutschland sitzt und überdies auch noch mit der DATEV kooperiert, sind diese Bedenken unbegründet. Im Gegenteil: Der digitale Belegaustausch über sichere Übertragungswege wie DATEVconnect online schützt Daten besser, als jeder Pendelordner es könnte. Ganz zu schweigen von der überaus unsicheren E-Mail, die als Übertragungsweg seltsamerweise kaum beanstandet wird.

Sicherheit und Compliance

In einer hochsicheren, deutschen Cloud Unternehmenssoftware sind die Belege vor Verlust, Untergang und Beschädigung geschützt, sie können nicht mehr verlegt, vergessen oder verfälscht werden und alles, was mit ihnen geschieht, wird lückenlos protokolliert. Digitale Systeme können Daten nicht nur sicher bewahren, sondern auch automatisiert verarbeiten. Viele Steuerberater empfinden es als Herausforderung, auf der Höhe der gesetzgeberischen und steuerrechtlichen Vorgaben zu bleiben; so haben z. B. die GoBD in der Steuerbranche hohe Wellen geschlagen. Mit einer GoBD-konformen Unternehmenssoftware, die zusätzlich auch noch die notwendige Verfahrensdokumentation unterstützt und reibungslos mit der in Steuerberatungskanzleien verwendeten DATEV-Software kooperiert, lassen sich viele regulatorischen Klippen umschiffen. Quellen: Pb7 und Exact: Exact Cloud Barometer 2015 Haufe: Moderne Steuerkanzlei 2020
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