CeBIT 2017 Digitalisierungstrends

Künstliche Intelligenz, Robotik und Blockchain sind die wichtigsten Trends

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Künstliche Intelligenz bleibt auf der CeBIT 2017 ein großer Trend. Sie findet immer mehr Anwendungen und erleichtert die Büroarbeit immens. Blockchain ist ein neues Modell für sichere Transaktionen, für die keine Banken mehr benötigt werden.

Mustererkennung universell anwendbar

Software wird immer intelligenter. Bisher musste der Anwender seinem Programm Regeln eingeben, um z. B. die Buchung wiederkehrender Geschäftsvorfälle zu automatisieren. Heute bringt sich der Computer selbst Regeln bei. Er untersucht, wie Kontobewegungen und Belege bisher gebucht wurden, erkennt Muster, leitet Regeln daraus ab und setzt diese in Handeln um.

Das Konzept der Mustererkennung kann auf alle Prozesse ausgeweitet werden, in denen ganz oder teilweise Standard-Vorgehensweisen angewendet werden. Von Dienstleistungen über Handel bis zur Produktion. Bei Behörden, bei Vereinen, in Schulen, in Organisationen. Bei Banken und Versicherungen mit ihren engen Richtlinien und Compliance-Anforderungen sowieso. Die Automatisierung beginnt bei Teilprozessen und wird zunehmend fortschreiten.

Wie geht KI mit Überraschungen um?

Nicht jedes Muster setzt sich unverändert in die Zukunft fort. Gesetzesänderungen bewirken Verhaltensänderungen, die aufgrund von maschinellem Lernen nicht zu antizipieren sind. Wenn die Finanzbehörden neue steuerrechtliche Vorschriften erlassen, kann der Fibu-Bot aus früheren Vorgängen nicht antizipieren, welches neue Verhalten von ihm erwartet wird.

Dieses Problem versucht die Fraunhofer Gesellschaft durch neue Lernalgorithmen (tiefe neuronale Netze) in den Griff zu bekommen. Das neue Tool TransparentKI soll sicherstellen, dass sich die KI auch in unvorhersehbaren Situationen angemessen, d. h. “richtig” verhält. Es stammt vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut.

Der Spagat zwischen Theorie und praktischer Anwendung von KI ist nicht zu unterschätzen und ebenso wenig für jeden ohne Weiteres nachzuvollziehen. Scopevisio hat die Möglichkeiten erkannt und sich den Herausforderungen gestellt.

Intelligentes CRM sagt Konsumverhalten voraus

Ein intelligentes CRM aggregiert alles, was an Daten über einen Kunden zu bekommen ist, und entwickelt daraus Modelle, die sein Konsum- und Kaufverhalten vorhersagen. Es bezieht Daten aus der Unternehmenssoftware ebenso ein wie die Social Media-Profile der Nutzer und teilweise sogar IoT-Signale. Maschinelles Lernen, Cognitive Computing und Predictive Analysis – auf Analysen basierende Vorhersagen – gehen hier eine Synthese ein. Die KI passt ihre Modelle laufend an und wird mit jedem Vorgang, mit jeder Interaktion klüger. Irgendwann wird niemand auch nur einen einzigen Mausklick mehr ausführen müssen, um eine Marketingkampagne genau zur rechten Zeit an die richtige Zielgruppe zu senden. Falls man dann überhaupt noch etwas “sendet”. Vielleicht werden uns ja in Zukunft die Werbebotschaften mittels implantierter Wearables direkt auf die Netzhaut projiziert.

Personalisierung auf dem Vormarsch

Künstliche Intelligenz kann nicht nur Muster erkennen, sondern auch Abweichungen von der Norm. Das, was unsere Individualität ausmacht. Der Computer setzt die einzelnen Mosaiksteine zu Verbraucherprofilen zusammen. Angebote oder Produkte können sodann individuell personalisiert erstellt und unterbreitet werden. Der Kunde bekommt ein Produkt und sagt: Wow, das habe ich mir schon immer gewünscht – ohne es zu wissen. Danke!

Individualisierte Angebote auf allen verfügbaren Kanälen

Anbieter begleiten Zielgruppen, die in ihr Beuteschema fallen, über die gesamte Customer Journey hinweg. Die Angebote werden an die Lebensumstände, den individuellen Lebensentwurf und die Lebensphase angepasst. Schule, Ausbildung, Studium, Familiengründung, Unternehmer, Angestellte, Frau, Mann, irgendetwas dazwischen – die KI weiß Bescheid.

Big Data sind kein Datenwust mehr, sondern Erfahrungswerte. Selbstlernende Systeme werten sie aus und leiten Empfehlungen und Handlungen ab.

Chatbots als persönliche Assistenten im Kundenservice

Auch Chatbots werden immer intelligenter. Sie arbeiten rund um die Uhr, haben umfassende Informationen stets parat und antworten mit Engelsgeduld und gleichbleibender Freundlichkeit.

Die Bots profitieren besonders von Künstlicher Intelligenz. Von selbstlernenden Algorithmen gesteuert, beantworten sie die Fragen der Kunden im Laufe der Zeit immer detaillierter und kompetenter. Ihr Sprachverständnis geht über alles bisher Dagewesene hinaus. Sie können Begriffe semantisch deuten und verstehen Workflows in Unternehmen.

Über kurz oder kang werden Chatbots immer mehr Aufgaben in Verwaltung und Dienstleistung übernehmen und automatisiert ausführen. Schneller, korrekter, zuverlässiger und kompetenter als menschliches Personal.

Blockchain auf der CeBIT 2017

Eine Blockchain ist ein System, das Transaktionen schnell, sicher und dezentral ermöglicht, die früher nur über Dritte, wie zum Beispiel Banken, möglich waren. Blockchain-Transaktionen, etwa Auslandsüberweisungen, werden schnell und gebührenfrei abgewickelt. Es ist das Konzept der “Smart Contracts”, sich selbst abwickelnder Verträge, die 1994 von Nick Szabo beschrieben wurden. In unserer Zeit treibt das junge russische Computergenie Vitalik Buterin die Technologie der Blockchain voran.

Auf der CeBIT 2017 wird Blockchain als neuer, disruptiver Trend gehandelt, der innovative Geschäftsmodelle ermöglicht.

Blockchain ist im Zusammenhang mit der digitalen Währung Bitcoin bekannt geworden. Der Name des Systems bezieht sich auf seine Architektur. Es handelt sich um ein Protokoll, das auf vielen, miteinander vernetzten Computern gespeichert ist. Die Transaktionen werden auf den Computern in verschlüsselten Datenblöcken gespeichert. Diese Blöcke sind miteinander verkettet.

Jeder Benutzer im Netzwerk wird überprüft und mit Sicherheitstags identifiziert. Die Sicherheitstags sorgen dafür, dass der Zugriff auf Daten innerhalb des Netzwerks sicher ist, ohne dass ein Mittler oder eine zentrale Instanz erforderlich wäre. Transaktionen im System, bzw. die zugehörigen Datenblöcke, werden in einem persistenten, manipulationssicheren Journal protokolliert.

Der Begriff Transaktion hat hier eine Doppelbedeutung. Im Finanzkontext ist eine Transaktion eine Geldbewegung, z. B. eine Überweisung. Im Datenbankkontext ist eine Transaktion ein Vorgang, der nur ganz oder gar nicht abgearbeitet werden kann. Kommt es zu einem Fehler oder einer Unterbrechnung, werden alle bis dahin stattgefundenen Teilschritte “zurückgerollt”.

Auch in der Blockchain ist eine Transaktion ein unteilbares Ganzes. Es wird erwartet, dass Blockchain in vielen Branchen Veränderungen herbeiführen wird. Nicht nur in der Finanzbranche. Überall, wo Werte übertragen oder Anteile gehandelt werden, kann Blockchain Mittelsmänner ausschalten und den Anwendern und Verbrauchern die Kontrolle geben.

Hersteller von Unternehmenssoftware haben Blockchain im Blick. Nach einer aktuellen Studie von IDC / SAP legen schnell wachsende KMUs besonderes Augenmerk auf die Digitalisierung. Und Blockchain könnte der nächste große Innovationstreiber in diesem Segment werden.

Robotik und IoT

Humanoide Roboter, die in der Industrie mit menschlichen Kollegen zusammenarbeiten, wurden auf der CeBIT 2017 vorgestellt.

Kollege Industrieroboter
Kollege Industrieroboter

Das CeBIT-Partnerland Japan hat hier einiges zu bieten, unter anderem mit dem freundlichen Gesellen Nextage von Kawada Robotics, der einen anschaut wie der legendäre WALL*E aus dem gleichnamigen Animationsfilm.

Derweil schafft die WATSON-KI von IBM den perfekten Rezeptionsmitarbeiter. Und integrierte Lösungen für Unternehmen vernetzen Administration, IoT und Workflow-Management, bis der ganze Laden von alleine läuft.

Fazit

Die Trends der CeBIT 2017 zeigen, dass wir in interessanten Zeiten leben. Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt in Büro und Verwaltung, wie Industrieroboter einst die Arbeitswelt in Produktionsbetrieben veränderten. Vielfach sind die Elektronengehirne den menschlichen sogar überlegen – und sie lernen schnell. Digitalisierung war gestern, heute ist die Herausforderung: Digitalisierung plus Künstliche Intelligenz. Nun geht es darum, diesen Prozess zu gestalten.

Büro- und Wissensarbeiter reiben sich verwundert die Augen. Wie werden ihre Arbeitsplätze morgen aussehen? Time will tell.

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