Controlling Überblick

Controlling – Ein Überblick

Planen, Informieren, Steuern und Kontrollieren für den Unternehmenserfolg

„Controlling“, ein deutscher Pseudo-Anglizismus, der sich auf das englische Verb „to control“ bezieht, vereinigt die Bedeutung von Planung, Steuerung und Kontrolle in Bezug auf Unternehmen und ihre Teilbereiche. Das Controlling sammelt und analysiert Informationen und leitet darauf Erkenntnisse, Prognosen und Handlungsempfehlungen ab. Auf dieser Grundlage kann das Management seine Leitungs- und Steuerungsfunktion wahrnehmen, den Wandel beherrschen und die organisatorischen Voraussetzungen für die Zielerreichung im Gesamtunternehmen und seinen Teilbereichen schaffen.

Controlling – Definition

Die DIN SPEC 1086 liefert einen Orientierungsrahmen für gutes Controlling. Laut ihrer Definition ist Controlling „der gesamte Prozess der betriebswirtschaftlichen Zielfindung, Planung und Steuerung eines Unternehmens. Controlling ist auf die Sicherstellung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens ausgerichtet und beruht auf der Wechselwirkung vielfältiger Regelkreise aus Zielfestlegung, Planung, Umsetzung, Messung und Verbesserung.“

Controlling – Ziele

Controlling analysiert Daten und liefert Informationen mit dem Ziel, die jeweils betrachteten Unternehmensteile und letztlich das Unternehmen als Ganzes proaktiv auf die Unternehmensziele hin zu steuern.

Daraus lassen sich vier Ziele ableiten:

  • Das Unternehmen durch belastbares Datenmaterial in die Lage versetzen, strategische, operative und finanzielle Ziele festzulegen.
  • Mess- und prüfbare Kriterien liefern, um Strategien und Pläne für das Unternehmen formulieren zu können
  • Durch Plan-Ist-Abgleich, Kennziffernanalyse, Auswertungen und Prognosen Abweichungen von den Zielen frühzeitig erkennen und Handlungsempfehlungen zum Gegensteuern daraus ableiten
  • Die wirtschaftliche Stabilität und Ertragskraft des Unternehmens sichern und steigern.

Controlling-Arten nach Zeitraum

Nach betrachtetem Zeitraum lassen sich drei Controlling-Arten differenzieren: das strategische, das taktische und das operative Controlling.

Das strategische Controlling betrachtet Zeiträume von mehr als vier Jahren, das technische Controlling untersucht mittelfristige Zeiträume von einem bis vier Jahren und das operative Controlling beschäftigt sich mit dem Tagesgeschäft und Zeiträumen von unter einem Jahr, etwa mit dem Projektcontrolling.

Controlling-Arten nach Funktion

Je nach betrachteter Unternehmensfunktion lassen sich weitere Controlling-Arten definieren, die jeweils für ihren Teilbereich mit den ihnen zu Gebote stehenden Instrumentarien die Controllingfunktion wahrnehmen. Die folgende Liste kann nur eine Kurzübersicht geben, ist aber in keiner Weise erschöpfend.

  • Das Finanzcontrolling dient unter anderem der Liquiditätssicherung und der Vorbereitung von Investitions- und Finanzierungsentscheidung.
  • Das Kostencontrolling analysiert Kostenstellen und Kostenstrukturen, um die Rentabilität des Betriebs zu optimieren.
  • Das Projektcontrolling untersucht, plant und steuert Projekte und Projektressourcen. Die Deckungsbeitragsrechnung gibt Aufschluss über die Rentabilität im einzelnen Projekt.
  • Das Vertriebscontrolling betrachtet z. B. die Auftrags- und Abschlussquote, Vertriebskosten im Vergleich um Auftragseingang und den Umsatz pro Kopf der Vertriebsmannschaft, um Schwachstellen offenzulegen und Potenziale im Vertrieb besser auszuschöpfen.

Hinzu kommen weitere, bereichsbezogene Controlling-Arten, z. B. Produktionscontrolling, Wissenscontrolling, Kundenwertcontrolling, Wertschöpfungskettenanalyse, Marketing-Controlling, Kooperationscontrolling, IT – Controlling, Investitionscontrolling oder Personal-Controlling.

Controlling-Arten nach Branche

Branchen haben ebenfalls ihre spezifischen Controlling-Anforderungen und –Methoden. Diese alle aufzulisten, würde zu weit führen. Beispielhaft seien hier nur z. B. das Medizincontrolling, das Logistik-Controlling oder etwa das Gastronomie-Controlling genannt.

Controlling-Instrumentarium

Auch dieser Bereich kann nur grob angerissen werden, um dem Leser eine Vorstellung von der Vielfalt der verwendeten Werkzeuge zu geben.

Dazu gehören vor allem Plan-Ist-Vergleiche im Hinblick auf Erlöse, Leistungen, Kosten, Investitionen, Personal, Materialwirtschaft, Forderungen und Verbindlichkeiten und sonstige Controlling-Kennzahlen. Des Weiteren ist es wichtig, eine Planungs- und Budgetierungsstruktur einschließlich Festlegung der Perioden und der Verantwortlichkeiten zu erarbeiten. Dies ist nur ein Ausschnitt aus den Anforderungen an das Controlling-Instrumentarium laut DIN SPEC 1086.

Mögliche Analyseinstrumente

Dank moderner Analysewerkzeuge und Unternehmenssoftware ist ein detailliertes, professionelles Controlling heute auch für den Mittelstand möglich. Aus den Analyseebenen für das Controlling wird erkennbar, dass es notwendig ist, strukturierte Unternehmensdaten direkt aus der Software zu ziehen, um Controlling-Kenzahlen, Abweichungsanalysen und Planungsdaten daraus zu entwickeln.

Einige zentrale Analysewerkzeuge sind:

  • Dashboard mit den wichtigsten Kenngrößen
  • Plan-, Ist- und Vorschau-Ebene
  • Soll- / Ist-Vergleiche für Bilanz, GuV und Kapitalflussrechnung
  • automatisch aus den Daten generierte Kennzahlen
  • mehrjährige Planung
  • monatliche Analyse des aktuellen Geschäftsjahres
  • grafische Darstellung von Entwicklungen einzelner Positionen
  • Detailplanung für Umsatzerlöse, Wareneinsatz, Personal usw.
  • Finanzierungs- und Investitionsplanung
  • ROI-Kennzahlensystem
  • Importtabelle für die Ist-Daten-Erfassung

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