Buchhaltungssoftware_SKR03

Buchhaltungssoftware mit SKR 03

Auswahl verschiedener Standardkontenrahmen

Auf der Suche nach einer geeigneten Buchführungssoftware stolpern Interessenten in der Softwarebeschreibung auch über die Kontenrahmen SKR03 und SKR04. Die Abkürzung SKR steht hier für den Begriff „Standardkontenrahmen“ und die Kürzel SKR03 und SKR04 für die  gebräuchlichsten Varianten. Ein Kontenrahmen enthält alle Bilanz- und Erfolgskonten für einen Wirtschaftszweig in systematisch gegliederter Form

Was ist ein Kontenrahmen?

Ein Kontenrahmen ist ein systematisches Verzeichnis der Bilanz- und Erfolgskonten von Unternehmen. Die Verwendung von Kontenrahmen führt dazu, dass Finanzberichte einheitlich, transparent und vergleichbar sind.

Da Unternehmen je nach Größe, Rechtsform und Branche unterschiedliche Anforderungen haben, existieren auch unterschiedliche Kontenrahmen. Die gebräuchlichen Kontenrahmen wurden von der DATEV eG entwickelt, die führender Dienstleistungsanbieter für die wirtschafts- und steuerberatenden Berufe ist. Die DATEV setzt damit gleichsam einen Standard. Dieser wird kontinuierlich weiterentwickelt und an den Wandel der gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst.

Wie ist ein Kontenrahmen aufgebaut?

Ein Kontenrahmen umfasst 10 Kontenklassen (von 0 bis 9).

Die Kontenklassen des gebräuchlichen Sonderkontenrahmens SKR03 gliedern sich wie folgt:

Klasse 0 Anlage- und Kapitalkonten
Klasse 1 Finanz- und Privatkonten
Klasse 2 Abgrenzungskonten
Klasse 3 Wareneingangs- und Bestandskonten
Klasse 4 Betriebliche Aufwendungen
Klasse 5 Frei
Klasse 6 Frei
Klasse 7 Bestände an Erzeugnissen
Klasse 8 Erlöskonten
Klasse 9 Vortragskonten und statistische Konten

Bei den Kontonummern gibt die erste Stelle die Kontenklasse an (siehe oben). Die zweite Stelle gibt die Kontengruppe an, die dritte die Kontenart und die vierte die Kontenunterart.

Was ist ein Standardkontenrahmen?

Wie bereits eingangs erwähnt, stammen die heute gebräuchlichen Kontenrahmen von der DATEV. Neben den Standardkontenrahmen SKR03 und SKR04, die von den weitaus meisten Wirtschaftsunternehmen genutzt werden, gibt es noch eine Vielzahl weiterer Kontenrahmen: SKR14 für Land- und Forstwirtschaft, SKR45 für Heime und soziale Einrichtungen, SKR49 für Vereine und Stiftungen, SKR80 für Zahnärzte und SKR81 für Ärzte und diverse andere mehr.

Standardkontenrahmen sind für viele unterschiedliche Unternehmen verwendbar. Sie bieten alle benötigten Konten an und enthalten zusätzlich Möglichkeiten zur Individualisierung.

Zurzeit besteht die Tendenz, die Zahl der Kontenrahmen zu verringern, etwa, indem den SKR03 und SKR04 zusätzliche Konten mitgegeben werden, um die besonderen Gegebenheiten anderer Organisationen und Akteure buchhalterisch darstellen zu können.

SKR03 und SKR04

Diese beiden überaus verbreiteten Standardkontenrahmen decken fast alle Belange von Wirtschaftsunternehmen ab. Der SKR03, der von 60 Prozent aller Unternehmen verwendet wird, ist nach Prozessen gegliedert, der SKR04 nach Bilanz- und GuV-Positionen, d. h. nach dem Jahresabschluss-Reporting.

Für die Praxis der Verwendung spielt dies keine große Rolle, abgesehen davon, dass die ersten beiden Stellen der Kontonummern unterschiedlich sind.

Beide Kontenrahmen, SKR03 und SKR04, werden von gängigen Buchhaltungsprogrammen angeboten.

Wer sich einmal für einen Kontenrahmen entschieden hat, kann diesen in der Buchhaltungssoftware nicht so leicht wieder wechseln. Daher sollte die Wahl des Kontenrahmens im Zweifelsfall vorher mit einem Steuerberater besprochen werden.

SKR03 arbeitet nach dem Prozessgliederungsprinzip

Die Reihenfolge der Konten im Standardkontenrahmen SKR03 orientiert sich am Geschäftsablauf bzw. den betrieblichen Prozessen. Daher spricht man hier vom Prozessgliederungsprinzip.

SKR04 arbeitet nach dem Abschlussprinzip

Der Kontenrahmen SKR04 orientiert sich an der Bilanzgliederung. Die Kontenklassen 0 bis 3 sind für Bestandskonten reserviert ( 0 und 1 für Aktivkonten; 2 und 3 für Passivkonten). Die Kontenklassen 4 bis 7 umfassen die Erfolgskonten (Erträge, Aufwendungen und sonstige Erträge und Aufwendungen). Die Klasse 8 ist frei und die Klasse 9 enthält Vortrags- und statistische Konten.

Kontenrahmen versus Kontenplan

Der Kontenrahmen bildet die übergeordnete Systematik, nach der ein Unternehmen seinen individuellen Kontenplan aufstellt. Das Unternehmen wählt sich einen Kontenrahmen aus, der die Blaupause für den Kontenplan bildet. Es übernimmt die Konten, die es benötigt, aus dem Kontenrahmen und definiert eventuell Unterkonten. Moderne Buchhaltungsprogramme bieten regelmäßig neben verschiedenen Kontenrahmen auch die Möglichkeit, eigene Konten in die Systematik eines Kontenrahmens einzufügen.

Ein Beispiel: Nach dem SKR03 hat das Kassenkonto die Kontonummer 1000. Wenn ein Unternehmen mehrere Kassen führt, kann es neben der Hauptkasse 1000 noch eine Nebenkasse 1 mit der Kontonummer 1010, eine Nebenkasse 2 mit der Kontonummer 1020 und so weiter führen.

Ebenso können zusätzlich zum Standard-Bankkonto 1200 noch weitere Banken mit den Kontonummern 1210, 1220 usw. eingerichtet werden.

Bei anderen Kontenrahmen sind die Kontonummern zwar andere, aber das Prinzip ist dasselbe.

Buchhaltungssoftware mit SKR 03

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