Generation Y: Wie willst du arbeiten?

Generation Y

Erfahrungsbericht eines Studenten

Flexibles Arbeiten statt starrer Hierarchien, Sinnhaftigkeit statt Firmenwagen: Junge Menschen stellen neue Anforderungen an die Arbeitswelt. In dieser Reihe berichten sie von ihren Vorstellungen und Erwartungen.

25. April 2018 471 Aufrufe

Modernes Arbeiten: Diesen Begriff habe ich in den letzten Wochen oft gehört, seitdem ich bei der Scopevisio AG arbeite.

Mein Name ist Johann Heidelbach, ich bin 21 Jahre alt und ich studiere dual „BWL – Wirtschaft neu denken“ an der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn. 20 Wochen im Jahr verbringe ich (in zwei Blocks aufgeteilt) bei der Scopevisio AG am Bonner Bogen. Meine erste sogenannte Praxisphase begann am 3. Januar 2018.

Eine wichtige Frage, mit der sich wohl jeder auseinander setzten muss, vor allem mit Anfang 20, ist: Was will ich arbeiten? Klar ist, dass man durch Arbeiten Geld verdienen muss. Dank des Arbeitsmarktes, der eindeutig arbeitnehmerfreundlich ist, ergibt sich eine zweite Frage: Wie will ich arbeiten?

Ich habe keine bestimmten Vorstellungen davon, wie mein Arbeitsalltag bei Scopevisio aussehen wird, weil ich mir keine Gedanken darüber gemacht habe. Ich bin mir sicher, dass ich meinen Weg schon finden werde und auch aus Erfahrung weiß ich, dass ich anpassungsfähig bin.

Für mich persönlich ist es am wichtigsten, produktiv zu sein und effektiv zu arbeiten. Das tue ich natürlich nicht, wenn ich die To-do-Liste einer anderen Person abarbeite, die vielleicht eine ganz andere Arbeitsweise hat als ich. Mit einer modernen oder auch agilen Arbeitsweise geht auch viel Verantwortung einher. Nicht jede Person fühlt sich mit Verantwortung wohl. Ein Kompromiss, den ich gerne eingehe, um „frei“ arbeiten zu können. Frei bedeutet natürlich nicht, dass ich alleine arbeiten will.

Ein anderes wichtiges Thema sind für mich die Menschen, mit denen ich arbeite, das Team. Leider kann ich mir es nicht frei aussuchen, mit wem ich zusammenarbeiten möchte. Manchmal glaube ich, das ist auch ganz gut, weil ich dadurch viel Zeit im Job mit „Nicht-arbeiten“ verbringen würde.

Nichtsdestotrotz kann ich mit manchen Leuten besser zusammenarbeiten als mit anderen. Deshalb ist es mir wichtig, eine berufliche Ebene zu finden, die nicht ganz unpersönlich ist, weil es mir nicht egal ist, wer mir gegenübersteht. Es sind Menschen, mit denen ich den Großteil des Tags verbringe – mehr als mit engen und guten Freunden.

Es sind also die zwei Punkte, die mir in den Sinn kommen, wenn ich über das Thema Arbeiten nachdenke:

  1. Ich will das machen, worin ich gut bin (meine Stärken).

  1. Die Chemie zwischen den Mitarbeitern im Büro muss stimmen.

Oder anders gesagt:  Ich will Lust haben, jeden Tag arbeiten zu gehen – und damit meine ich nicht, das Arbeiten immer angenehm oder einfach sein soll – ganz im Gegenteil.

Jetzt ist die Frage nach dem, was ich arbeiten will immer noch nicht beantwortet. Es gibt viele Dinge, die mich interessieren und die ich gerne vertiefen möchte. Dabei ist für mich eins wichtig: Die Herausforderungen dürfen nicht ausgehen. Natürlich verändern sich die Herausforderungen mit den Erfahrungen, die ich sammle. Aber die Idee von der Stagnation in der mentalen Arbeitswelt ruft in mir den Wunsch hervor, den Job zu wechseln. Damit meine ich nicht eine Umschulung, sondern eher: das alternative BWL Studium abzubrechen und Automechaniker zu werden und dann ein Psychologie Studium anzufangen mit dem Ziel, ein Basketballteam mental zu trainieren… und danach Lehrer zu werden – ich würde ein guter Lehrer weden!

Das sind meine Ansprüche an das moderne Arbeiten. Mal sehen, wie mich die Arbeitswelt verändert – und: wie ich die Arbeitswelt verändere.

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